Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

Studienbereich Geo

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Projekte des Labors für Satellitennavigation

Geodätischer Referenzpunkt der FHWS

Geodätischer Referenzpunkt der FHWS
Ein Empänger wird über dem Referenzpunkt platziert.

GPS-Empfänger ermöglichen weltweit und 24 Stunden am Tag eine exakte dreidimensionale Positionsbestimmung. Die Einsatzmöglichkeiten sind äußerst vielfältig - ob als Grundlage von Navigationssystemen zur Positionierung von Fotos und Videos, zum Geocaching oder zum Wiederauffinden gestohlener Autos: Die kleinen Helfer sind fester Bestandteil unseres Alltags geworden.

Aber wie genau arbeitet "mein" GPS? Zur Überprüfung Ihres Geräts hat der Studiengang Vermessung und Geoinformatik der Hochschule für angwandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt einen geodätischen Referenzpunkt als GPS-Kalibrierpunkt eingerichtet.

GNSS Permanentstation in Zusammenarbeit mit der Firma Trimble

GNSS Permanentstation in Zusammenarbeit mit der Firma Trimble

Auf einem Beobachtungspfeiler des Testnetzes FH-Dach ist ein GNSS Empfänger Trimble NetR5 installiert. Diese Permanentmessstation liefert Daten für den Satellitenpositionierungsdienst VRSNow. Für studentische Übungen und Abschlussarbeiten stehen rund um die Uhr Referenzdaten zur Verfügung.

Archäologischer Survey Bybassos in der Türkei

Archäologischer Survey Bybassos in der Türkei

In Zusammenarbeit mit der Philipps-Universität Marburg (Archäologisches Seminar, Prof. Dr. Winfried Held) haben jährlich 2-3 Studenten die Möglichkeit, archäologische Arbeiten in der Türkei vermessungstechnisch zu begleiten. Die Anlage der erforderlichen Grundlagennetze erfolgt über satellitengestützte Vermessungsverfahren.

weitere Informationen zum Projekt

Vom Karischen Bund zur griechischen Polis:
Archäologischer Surveyin Bybassos und Kastabos auf der Karischen Chersones

Der 'Donuk Tas' in Tarsos - Dokumentation und Rekonstruktion des größten Tempels der Antike

Der 'Donuk Tas in Tarsos', auch als 'Grab des Sardanapal' bekannt, ist trotz seiner enormen Größe - die sichtbare Ruine ist 133,50 m lang, 60,50 m breit und bis zu 8 m hoch - ein von der bisherigen Forschung in seiner Bedeutung verkanntes Monument. Das Verständnis der Ruine wird dadurch erschwert, dass vom Tempel nur Fundamente aus massivem Gussmauerwerk erhalten sind. Koldewey erkannte bereits, dass es sich dabei um die Füllungen zwischen den ausgeraubten, aus Kalksteinquadern errichteten Fundamenten handelt. Dies wurde durch die späteren Grabungen von Nezahat Baydur (1982-1992) bestätigt - wenn auch von der Ausgräberin nicht erkannt. Erhalten ist damit gewissermaßen ein Negativ des Tempelgrundrisses. Im Rahmen des beantragten Projekts soll die Ruine erstmals vollständig vermessen und dokumentiert werden, einschließlich der erhaltenen Bauglieder der aufgehenden Architektur. Die Beschaffenheit und Größe der Ruine verlangt die Anwendung moderner Vermessungsmethoden wie Photogrammetrie und Laserscanning. Ziel ist eine zuverlässige Rekonstruktion und, darauf basierend, Interpretation dieses kolossalen Baudenkmals.
Das Projekt läuft über zwei Jahre.